Mehr Bus, weniger Auto – aber zu welchem Preis?
Die Debatte im Gemeinderat über das Bahnhofzentrum zeigt deutlich, wohin die verkehrspolitische Reise in Uster gehen soll: mehr Platz für Busse – und weniger Platz für Autos. Ein hindernisfreier Bushof ist selbstverständlich richtig und notwendig. Doch das nun beschlossene Vorgehen wirft grundsätzliche Fragen auf.
Wenn die Parkplätze an der Bankstrasse durch Bushalte-Kanten ersetzt werden, wertet das das Bahnhofareal weder für Fussgänger noch für Autofahrer und schon gar nicht für das ansässige Gewerbe auf. Die Grobkosten für die Teilprojekte liegen zudem bei 15,1 Millionen Franken – bei einer ausgewiesenen Kostenunsicherheit von plus/minus 30 Prozent. Das bedeutet: Am Ende könnte es deutlich teurer werden. In einer Zeit, in der die Stadt bereits hohe Investitionen plant und die Verschuldung steigt, darf man erwarten, dass Prioritäten sorgfältig gesetzt werden.
Hinzu kommt die teilweise Sperrung der Bankstrasse. Offiziell bleibt der Bahnhof «erreichbar – über andere Wege». In der Praxis heisst das: Umwege, zusätzliche Verkehrsbelastung in angrenzenden Quartieren und weitere Nachteile für Gewerbe, Lieferdienste sowie Kundinnen und Kunden. Wer Verkehr einfach verlagert, löst kein Problem – er verschiebt es.
Ein Bahnhof ist mehr als ein ÖV-Knotenpunkt. Er ist Eingangstor zur Stadt, Wirtschaftsstandort und Begegnungsort. Eine nachhaltige Planung muss deshalb alle Verkehrsteilnehmenden gleichermassen berücksichtigen und darf nicht einseitig priorisieren.
Gerade weil es sich um ein so zentrales Projekt handelt, braucht es Augenmass, finanzielle Vernunft und eine ausgewogene Interessenabwägung. Dafür setzt sich die SVP Uster konsequent ein. Wer diese Prioritätensetzung unterstützt, hat am 12. April 2026 die Möglichkeit, an den Gemeinderatswahlen in Uster teilzunehmen und mit seiner Stimme ein Zeichen zu setzen – Wahlbeteiligung ist kein Selbstläufer, sondern ein demokratisches Privileg.
SVP Uster