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Medienmitteilung

Fraktionserklärung vom 19. März 2018 zur Waldinitiative

Das Ustermer Stimmvolk hat die Waldinitiative am 04.03.2018 angenommen. Wir haben das Abstimmungsresultat so zur Kenntnis zu nehmen, sind aber nicht glücklich damit.

Lassen Sie mich dazu folgende Klammer öffnen: Noch unglücklicher sind wir über das Verhalten der SP bei dieser Vorlage. Nach der Ablehnung der Initiative im Gemeinderat hat sich die SP vornehm aus der Volksabstimmung herausgenommen, nur um danach als Erste herausposaunen zu können, dass Cla Famos an allem schuld sei. Weil die SP interessierte sich gar nicht für dieses Waldinitiativen-Gschmeus, denn jetzt ist Wahlkampf und Hauptsache, man kann über die Konkurrenz herziehen. Das, liebe SP, finden wir schäbig und dem Ringen ums Ustermer Stadtpräsidium unwürdig. Klammer zu.

Und was machen wir jetzt mit der angenommenen Initiative?

Dem Ustermer Stimmvolk wurde Sand in die Augen gestreut und falsche Versprechungen gemacht. Und wir befürchten, dass sich die Ustermerinnen und Ustermer noch bös die Augen reiben werden, wenn sie merken,

  • dass sie noch immer mit dem Velo auf der Strasse nach Freudwil fahren.
  • dass man die Freiraum-Resultate des Stadtentwicklungskonzepts in den Abfall werfen kann.
  • dass sie ihre Kinder nun in eine Feld-Spielgruppe schicken.
  • dass man beim Bau des Zeughausareals die 32 Millionen des geplanten Kiesabbaus durchaus hätte gebrauchen können.
  • dass die Holzschnitzel für die Heizung nicht mehr aus der Region erhältlich sind.
  • dass sie mit ihren Steuergeldern zurecht ganz vielen privaten Waldbesitzern Entschädigungen aufgrund der Eigentumsbeschränkungen zahlen müssen.

Wir befürchten, dass Uster mit dem Augenreiben gar nicht mehr aufhören kann. Die SVP/EDUFraktion wird sich daher bei der Umsetzung für eine konstruktive Lösung einsetzen, die dem wohl
tatsächlichen Wählerwillen entspricht.

Denn wir alle wollen den Wald schützen. Und wir schützen den Wald, indem wir ihn weiterhin als Naherholungsgebiet und ökologisch wertvolle Ressource im Einklang mit der Natur schonend
nutzen und sinnvoll erhalten.

Und während dieser ganzen Zeit winken wir halt den 40-Tönnern aus Weiach und dem süddeutschen Raum, die Kies zu uns ins Zürcher Oberland fahren. Und wissen Sie, welche Namensschilder die Chauffeure hinter der Windschutzscheibe haben? Karin, Thomas, Meret und Patricio.

Markus Ehrensperger
Fraktionspräsident

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