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Altherr-Turm Uster: Schrecken ohne Ende?

Nur wenige Tage stand das wohl umstrittenste Kunstwerk auf dem Zeughausareal in Uster. Dann rissen zwei Seile des Altherr-Turms. In der Folge musste der Turm am 1. Juli 2019 notfallmässig abgebaut werden. Nebst der Staatsanwaltschaft wurden auch Ermittler des Forensischen Instituts Zürich aktiv. Der Turm liegt nun seit Mitte letzten Jahres am Boden. Ein bedenkliches Bild für eine von der Kulturkommission und unserer Stadtpräsidentin so hoch gelobten Skulptur.

Ende Mai 2020 wurde in der Presse mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen soweit vollzogen habe und dass gegen zwei an den Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten beteiligte Personen Strafbefehle erlassen wurden. Wegen einer noch hängigen Einsprache sei erst einer dieser beiden Strafbefehle rechtskräftig. Vom forensischen Institut Zürich, welches für die technische Überprüfung zuständig war, lag zu dieser Zeit noch kein Bericht oder ein Gutachten vor.

Seither sind wieder einige Monate vergangen. Die zuständigen Stellen in der Stadt haben bis dato keine neuen Informationen zur in Rede stehenden Untersuchung und zur Zukunft des Altherr-Turms verlauten lassen. Es kann doch nicht sein, dass hier keine neuen Erkenntnisse vorhanden sind. Der Stadtrat wie auch der sonst so gesprächige Abteilungsleiter Präsidiales, Christian Zwinggi, hüllen sich in Schweigen. Eine kommunikative Abmeldung oder gar Verweigerung erster Güte!

Die Bevölkerung hat Anrecht auf periodische Information gerade in dieser doch heiklen Angelegenheit. Schliesslich hatten alleine der Turmaufbau und der kurz darauffolgende Abbau rund 75’000 Franken an Steuergeldern gekostet. In der Zwischenzeit, also in den letzten 15 Monaten, werden mit Sicherheit weitere Kosten angefallen sein. Auch bezüglich der Strafbefehle weiss die Bevölkerung nicht mehr als Ende Mai 2020. Das mediale Echo der Presse, am Anfang heftig aufgebaut, ist seit Mitte 2020 stark abgeflaut.

Ich werde deshalb in Kürze erneut eine Anfrage im Ustermer Parlament zum Altherr-Turm einreichen. Das Debakel um die Schieflage und die anschliessende Demontage des Turms hat sich nämlich im Juli dieses Jahres still gejährt. Die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen sollten aus meiner Sicht beendet sein und auch das technische Gutachten der Forensiker müsste eigentlich vorliegen.

Will oder kann die Stadt nicht orientieren? Meine kritischen Fragen werden hoffentlich zur Aufklärung beitragen. Insbesondere will ich wissen, wann der Turm aus dem Zeughausareal entfernt wird. Es kann wohl niemand mehr glücklich mit diesem Kunstwerk werden. Die Vorbehalte, ja Ängste bezüglich der baulichen Sicherheit sind zu gross.

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