Leserbrief


Es grünt so grün wenn SP’s Blüten blühen…

Eigentlich sind ja Spanien’s Blüten gemeint- so wird es jedenfalls im Musical „My Fair Lady“ gesungen. Doch genau dieses Lied, wenn auch nicht zur richtigen Jahreszeit, kam mir in Sinn, als die Ustermer SP-Fraktion am 10.9.2007 auf den Zug der beiden grünen Parteien aufsprang und das Reservezonengebiet „Rüti“ dadurch einer in Zukunft möglichen Ueberbauung verhinderte.

Noch vor zwei Jahren lobte die gleiche Fraktion das Vorgehen des Stadtrates das Gebiet „Rüti“ einer städtebaulichen Entwicklung zuzuführen. Im AvU vom 3.11.2005 war denn auch nachzulesen dass die SP die Stossrichtung des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes als richtig erachte und dieses auch unterstütze. In diesem Konzept war auch das Gebiet „Rüti“ enthalten.

Nachdem in der Ustermer SP-Fraktion mehrere Mitglieder mit eigenem und sicher blühendem Grundeigentum sitzen, kann nun plötzlich in der Debatte von „falscher Entwicklung für Uster“ gesprochen werden. Diese Wohnungs- und Einfamilienhäuser-Genossen machen es sich nun einfach, indem sie sich einer weiteren baulichen Entwicklung Usters im zugegeben schönen Gebiet Jungholz verwehren. Schön und nicht gerade günstig wohnen aber auch die besagten Gemeinderäte der SP. So finden wir sie u.a. im edlen Leubergquartier von Wermatswil, im Hegetsberg und Wannengebiet von Uster oder in der schönen Schwerzi in Nänikon.

Der Sinneswandel innerhalb der SP-Fraktion ist nicht nachvollziehbar hat doch am 7.11.2005 der gesamte Gemeinderat (mit der SP) dem Stadtentwicklungsprogramm inklusive der Gebietsentwicklung ,,Rüti’’ zugestimmt.

Wenn nun Ewald Feldmann im Editorial des SP-Forums vom Oktober 2007 schreibt, dass „wählen“ mit auswählen zu tun und man jedoch keine Gewähr habe, dass die getroffene Auswahl möglicherweise gar ins Gegenteil verkehrt werde, dann spricht er mir für seine SP dieses Mal aus dem Herzen.

Werner Egli

Gemeinderat SVP Uster

16.9.2007