Nachrichten SVP - Veranstaltungen
Geselligkeit war Trumpf bei Parteiversammlung

Für einmal hielten sich die Redner an der Ustermer SVP-Parteiversammlung vom 15. September, im Forsthaus Uster, kurz. Die Ustermer Gemeinde- und Kantonsrätin Anita Borer, die für den Nationalrat kandidiert, hob vor 70 SVP-Mitgliedern ihre tiefe Verbundenheit zu Uster, dem Kanton und der Schweiz hervor. Sie lobte das demokratische System unseres Landes, da sich so bewährt habe. Danach wandte sie sich den vielfältigen Einwanderungsproblemen zu, mit welcher unser Land zu kämpfen habe. Unter anderem bemängelte sie, dass die Einwanderungen das Leben in der Schweiz verteuern würden. Zudem würden «unsere Sozialwerke» so über Gebühr beansprucht – auf Kosten der Schweizer.
Der Volketswiler Kantonsrat, Gemeindepräsident und Nationalraskandidat Bruno Walliser geisselte unter anderem die vielen «teuren und unsinnigen» Vorschriften und Gesetzte, welche vom Bund erlassen würden. Zudem prangerte er an, dass die Sicherheit im ganzen Land gefährdet sei. Dagegen müssten sich Politiker und Bevölkerung wehren. Mit einem Seitenhieb an die Ustermer flachste er: «Ich sehe, dass ihr euch heute Abend noch mit der Parkgebührenverordnung auseinandersetzt. Mitreden kann ich da nicht, da Volketswil keine solchen Parkgebühren kennt ...»
Kantonsrat und Nationalratskandidat Claudio Zanetti propagierte den Schweizer Föderalismus. Er forderte, «dass wir alle den Freiheitsgedanken» leben müssen».
Abzockerei mit Mogelpackung

Gemeinderat Hans Keel sprach am Schluss des offiziellen Teils zur Park-Gebührenverordnung, über welche der Ustermer Souverän im November dieses Jahres abstimmt. Mit einem «Nein» forderte er, sei die Parkgebührenabzockerei unbedingt zu stoppen. Es gehe nicht an, dass überrissene Parkgebühren als Lenkungsmassnahme zur Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs in der Stadt Uster dienen solle. Aus diesem Grund fordere die SVP unter anderem eine Halbierung der Parkgebühren ausserhalb des Zentrums. Ebenso, sagte er, strebe die SVP einen Verzicht auf die Gebührenerhebung – während den ersten drei Stunden – bei Sport- und Freizeitanlagen an. Neben der Halbierung der Parkgebühren, so Keel, wolle die SVP vernünftige Preise für Parkkarten – so unter anderem fürs Gewerbe. Höhere Gebühren nämlich, würden dem Gewerbe gleich schaden wir den Vereinen. Keel polterte, dass die vorgeschlagene Parkgebührenverordnung «eine Mogelpackung» sei. Der Stadtrat dürfte mit ihr die Parkverordnung auf bis zu zwei Franken pro Stunde festlegen. Der Stadtrat sage zwar, dass er diese Möglichkeit nicht ausnützen wolle. Aber gemäss Keel, sei die Wahrscheinlichkeit gross, dass dies trotzdem geschehen könnte, um Sanierungs- und Neubauprojekte wie das Hallenbad oder das Schulhaus Krämeracker mit der Anhebung auf das Gebührenmaximum mit zu finanzieren. Mit einem Nein zur vorliegenden Parkgebührenverordnung würde der Weg zur einer massvollen Verordnung geebnet.
Hilfreiche Geister

Nach den offiziellen Reden ging es zum gemütlichen Teil für die etwas 70 SVP-Mitglieder über. Für den gesorgt hatten zahlreiche Helfer. Allen voran Veranstaltungschef Ruedi Gysi mit seiner Frau Silvia, welche den Raum in der Forsthütte bereits am Vortag vorbereitet hatten. Zeichnenderweise war das Paar mit Marianne und Hans Keel zuerst in der Forsthütte, um weitere Vorbereitungsarbeiten zu erledigen. Zu den zahlreichen Helfern gehörte – und das ist bereits selbstverständlich – auch Parteiboss und Stadtrat Werner Egli, der für die Partei unendlich viel Zeit zu haben scheint. Besonders aufgefallen unter den Helfern ist Sarina Spoerli. Sie trug vor dem Anlass eine selbstgemachte SVP-Tasche spazieren. Und wer sie genau ansah, bemerkte auch, dass sie an der linken Hand einen selbstgemachten SVP-Ring trug. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, baumelte an ihrem Hals zudem ein SVP-Herz! Dank den von Markus Ehrensperger gut getimten Grilladen und den vielen selbstgemachten Desserts genossen die SVP-Mitglieder danach die kulinarischen Höhepunkte des Abends. Und danach taten sie, was sie am besten können: Sie frönten bei vielfältigen Diskussionen die Geselligkeit. Auch dafür steht die SVP Uster.