Sicherheit gewährleisten

 

Rücksichtslose, gewalttätige Übergriffe und Belästigungen aller Art häufen sich, das haben inzwischen sogar die Linken erkannt. Gewalt wird von der Bevölkerung als ernsthaftes Problem empfunden. Sie findet nicht nur in grösseren Agglomerationen statt, sondern immer mehr auch in kleineren Städten und Gemeinden. Auch in Uster wird man immer öfter mit diesen Problemen konfrontiert. Spät abends am Bahnhof ist man nicht geschützt vor jugendlichen Gruppierungen, die die Konfrontation suchen. Als junge Frau muss man darauf gefasst sein, angepöbelt zu werden. Junge Männer werden verprügelt, weil ihr Erscheinungsbild den Gewaltsuchenden nicht passt. Rentner werden belästigt und verspottet. Gewalt geschieht zunehmend grundlos und äusserst brutal. Auch die Ausgelassenheit an Festen schwankt immer mehr in Aggression über. So geschah dies am „Ustermärt“ Ende letzten Jahres, wo ebenfalls eine Schlägerei das festliche Treiben überschattete. Und auch die jetzt stattfindende Fasnacht - ein eigentlich fröhliches Fest - ­bietet immer mehr Schlägern eine Plattform, um ihr Gewaltpotential auszuleben.
Beängstigend ist es dann, wenn man erfährt, dass die Polizei bei Ausschreitungen, wie sie letzte Woche in der Stadt Zürich vorgefallen sind, nicht eingreifen kann. Sollte es in Uster, als drittgrösste Stadt im Kanton Zürich, zu Ausschreitungen kommen, darf so etwas nicht passieren. Die Polizei in Uster ist 20 Stunden pro Tag auf der Strasse präsent. Was bedeutet das für uns Ustermer, sollte während der restlichen vier Stunden etwas geschehen?
Der Einsatz der Polizeikräfte muss wirkungsvoll rund um die Uhr gewährleistet werden. Hier braucht es auch die Unterstützung der Politik. Bereits vermeintlich harmlose Übergriffe müssen geahndet werden. Im Ernstfall muss die Polizei jederzeit konsequent eingreifen und die Täter zur Rechenschaft ziehen können. Die Bevölkerung von Uster muss sich sicher fühlen können.

 

Anita Borer, Gemeinderatskandidatin, Uster