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«Schule und Sport» hiess eine öffentliche Wahlveranstaltung der SVP Uster am vergangenen Wochenende im Qbus. Prominenter Teilnehmer war dabei die Skitrainerlegende Karl Frehsner.


Der frühere Trainer der österreichischen Frauen und schweizerischen Männer war einer von zwei Referenten, neben Kurt Schär, dem Präsidenten der Kunst- und Sportschule Oberland in Uster (KuSS). Moderiert wurde die Veranstaltung von Rolf Denzler, dem bürgerlichen Kandidaten für das Ustermer Stadtpräsidium.

KuSS soll Teil der Oberstufe werden

Kurt Schär wies in seinem Eingangsreferat auf die Geschichte der KuSS und deren erste Erfolge hin. Speziell hob er den Umstand hervor, dass die Talentförderung für Kunst und Sport nicht auf eine spezielle Schicht von Schülern zugeschnitten sei. Auch darum sei das Bedürfnis klar ausgewiesen.

Die dreijährige Versuchsphase sei nun bald abgeschlossen. Mit dem Inkrafttreten des neuen Volksschulgesetzes auf das Schuljahr 2006/07 müsse die KuSS in die Volksschule einbezogen werden, um weiter finanzielle Unterstützung durch den Kanton zu erhalten. Am 26. März werde der Ustermer Souve- rän über eine Änderung der Gemeindeordnung abstimmen, gemäss welcher die KuSS der Oberstufenschulgemeinde Uster angegliedert werden solle.

Mangelnde Akzeptanz des Sportes

Karl Frehsner seinerseits wies in seinem Votum auf die Bedeutung des Sports hin. «Sport ist eine gute Lebensschule», meinte er. Junge Sportler, die auch Schüler seien, würden frühzeitig lernen, mit Siegen, aber auch Niederlagen zu leben. Sie würden sich selbst bei Tiefschlägen nicht gleich aus der Bahn werfen lassen - wenn sie von Fachleuten fundiert betreut würden.

Frehsner zeigte auf, wie schlecht es um die Akzeptanz der Sportler in der Schweiz bestellt ist. Noch immer müssten sie sich für ihren Beruf Sportler entschuldigen und würden vielfach als Menschen kritisiert, die zu faul zum Arbeiten seien. Zumindest hinsichtlich des Skisports würden jetzt wohl die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt.

Als Mitinitiant der Nationalen Akademie Ski Alpin in Brig wusste Frehsner umfassend zu informieren. Für das Schuljahr 2006/07 würden dort die talentiertesten Skifahrerinnen und Skifahrer des Jahrgangs 1990 erfasst. Dabei gelte es, Ausbildung und Sport möglichst optimal zu ergänzen. Unterricht löse sich mit Trainings ab. Ausbildungen würden von der Berufslehre bis hin zur Matur angeboten.

Der «eiserne Karl» würde sich allerdings wünschen, dass Ausbildung und Sport noch flexibler, wie es in Österreich der Fall sei, gehandhabt würden. Überraschendes sagte er zu den Finanzen: «Wenn sie richtig orientiert werden, sind Sponsoren bereit, sich in einem solchen Projekt zu engagieren. Es fehlt also in der Schweiz im Vergleich zu den Nachbarländern nicht am Geld.»
KuSS schätzen gelernt

In der Diskussion erklärte Hans Temperli, der Präsident des Radfahrer Vereins Uster, dass zwei junge Athleten seines Vereins die Leistungen der KuSS schätzen gelernt hätten. Sie hätten sich immer gut aufgehoben gefühlt. Dies hänge ebenso mit den Lehrern wie mit den Trainern zusammen, welche Verständnis für die Schüler hätten, wenn diese in ein Loch fielen und sich nach einer Krise wieder nach oben arbeiten müssen. Laut Frehsner ist dies einer der wichtigsten Punkte, damit die Sportler sowohl in der Schule als auch im Sport Erfolg haben. Das werde auch in Brig so gehandhabt werden.

Abschliessend meinte Gesprächsleiter Rolf Denzler, dass sich die KuSS auf dem richtigen Weg befinde. Daher hoffe er auf ein Ja der Stimmberechtigten am 26. März. (svp)


Erschienen am Mittwoch, 11. Januar 2006
© «Der Zürcher Oberländer» / «Anzeiger von Uster»