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Uster: Die bürgerlichen Parteien steigen mit drei SVP- und zwei FDP-Kandidaten in die Stadtratswahlen 2006
bz. Die SVP Uster schickt Gemeinderat Rolf Denzler für das Stadtpräsidium ins Rennen. Unterstützt wird sie dabei von der FDP Uster. Gemeinsam wollen die Ustermer Bürgerlichen mit drei SVP- und zwei FDP-Kandidaten die fünf Stadtratsitze und das Präsidium verteidigen.
Die Ustermer Bürgerlichen bestreiten die Stadtratswahlen 2006 gemeinsam. Ihr Ziel ist es, die fünf Sitze und das Präsidium zu verteidigen. Dies haben gestern FDP und SVP an einer gemeinsamen Medienkonferenz bekannt gegeben.
«Unser oberstes Ziel ist es, dass das Stadtpräsidium weiterhin in bürgerlicher Hand bleibt», betonten sowohl Ursula Mengelt, Präsidentin der FDP Uster, als auch Werner Egli, Präsident der SVP Uster.
SVP will Präsidium, FDP nominiert nur zwei Kandidaten
Neu beansprucht die SVP drei Stadtratssitze (bisher zwei) und die FDP zwei Sitze (bisher drei). Die neue Aufteilung basiere auf dem Wähleranteil bei den letzten Wahlen 2002, hiess es an der gestrigen Bekanntgabe.
Mit Heinz Wolfensberger und Hans Streit nominiert die SVP zwei bisherige Stadträte. Dritter SVP-Kandidat ist der bisherige Gemeinderat Rolf Denzler, der auch das Stadtpräsidium verteidigen und Nachfolger der nicht mehr antretenden Elisabeth Surbeck (fdp) sein soll.
Die FDP steigt mit dem bisherigen Stadtrat Thomas Kübler und neu mit Sabine Wettstein, der bisherigen Präsidentin der Primarschulpflege und ehemalige nGemeinderätin in den Wahlkampf. Wettstein soll somit den Sitz von Rolf Aepli (fdp) verteidigen, der neben Surbeck ebenfalls nicht mehr kandidiert.
FDP unterstützt SVP-Präsidiumskandidatur
Dass die FDP den freiwerdenden Stadtpräsidiumssitz nicht verteidigt, mag auf den ersten Blick erstaunen. «Wir hätten das Präsidium sicher gerne weitergeführt», meinte denn auch Parteipräsidentin Ursula Mengelt. Mangels zur Verfügung stehender Kandidaten - «viele können ein solch zeitintensives Exekutivamt nicht mit ihrem Beruf vereinbaren» - sei dieses Vorhaben aber nicht in die Tat umzusetzen gewesen. Daher gelte die Unterstützung nun «voll und ganz» SVP-Präsidiumskandidat Rolf Denzler. «Wir wollen die bürgerliche Gemeinderatsmehrheit auch im Stadtrat weiterführen», betont denn auch SVP-Parteipräsident Egli.
Den gemeinsam geführten Wahlkampf wollen die beiden Parteivertreter auch als klare Antwort auf das «Vorpreschen der SP Uster» mit ihrem Anspruch auf einen dritten Sitz verstanden wissen.
Zwei ernsthafte Konkurrenten fürs Stadtpräsidium
Somit ist der Kampf um die sieben Stadtratssitze bereits ein halbes Jahr vor dem Wahltermin in vollem Gang. Vor wenigen Tagen hat die SP Uster ihre Nominationen bekannt gegeben und dabei mit dem Anspruch eines dritten Stadtratssitzes überrascht. So stellte die Parteiversammlung neben Esther Rickenbacher (bisher) und Martin Bornhauser (bisher) neu auch Barbara Thalmann auf. Mit Bornhauserwill die SP zudem erstmals den Stadtpräsidenten stellen.
Denzler und Bornhauser werden somit die beiden Konkurrenten im Kampf ums Stadtpräsidium im Februar 2006 heissen. Der ebenfalls kandidierende parteilose René Krebs dürfte dabei keine grosse Rolle spielen.
EVP hat noch nicht entschieden
Bleibt noch offen, ob die EVP Uster einen Stadtratskandidaten nominiert. «Die Wahlkommission tagt erst am Donnerstagabend», sagte Parteipräsident Harry Kohler gestern auf Anfrage. Allenfalls werde die EVP einen Stadtratskandidaten nominieren, sicher aber keinen für das Präsidium. Eines stellte Kohler, der 2002 selbst erfolglos für den Stadtrat kandidierte, aber schon jetzt klar: «Ich selbst werde wiederum für den Gemeinderat kandidieren, nicht mehr aber als Stadtrat.»
Erschienen am Mittwoch, 13. Juli 2005
© «Der Zürcher Oberländer» / «Anzeiger von Uster»
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